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Herren I: HSG unterliegt dem Bayernligisten Brooklyn United im Molten-CUP

HSG Erlangen/Niederlindach – TV Erl.-Bruck – 20:23 (10:12)

Nach einem Derby mit schlechten Rahmenbedingungen scheidet die HSG aus dem Pokal aus

Die Vorbereitung der HSG läuft nun seit knapp einem Monat. Dennis Gilg und Robin Schmieding befinden sich nach Knie-Operationen weiterhin in der Reha-Phase, Kevin Gumbert und Maximilian Willert entspannen sich derzeit im wohlverdienten Sommerurlaub. Somit sah sich Headcoach Watzinger gezwungen, die Mannschaft mit Maximilian Burkard und Christian Rowold aus der zweiten Mannschaft aufzufüllen.

Die eher einem Treibhaus als einer Sporthalle ähnelnde Seebachgrundhalle komplettierte die ziemlich schlechten Voraussetzungen. Watzinger forderte seine Jungs, die klar als Außenseiter aufliefen, auf, Spaß zu haben und die Möglichkeit zu genießen, gegen einen ehemaligen Drittligisten spielen zu dürfen. Sein Plan, einen Selbstläufer zu vermeiden, sollte am Ende des Tages aufgehen.

Das Spiel startete gut für die HSG. Die Abwehrreihen wirkten wach und arbeiteten gut im Verbund. Einzig den Rückraumschützen der Brucker ließ man zu viel Spielraum. Aber auch Marco Loncar konnte in den ersten Minuten des Spiels seine Shooter-Qualitäten unter Beweis stellen. Außerdem konnten im Angriff gute Torchancen herausgespielt werden, die jedoch leider nicht ausreichend verwandelt wurden. So verlief das Spiel bis zum Ende der ersten Hälfte auf Augenhöhe. Die Gäste konnten in den letzten Spielminuten die ersten Unkonzentriertheiten der HSG-Defensive ausnutzen und sich so noch mit zwei Toren auf einen Halbzeitstand von 10:12 absetzen.

In der Kabinenansprache lobte Watzinger die Leistung seiner Jungs bis zu diesem Zeitpunkt, dennoch sollten sie die Rückraumspieler der Brucker besser in den Griff bekommen und im Angriff vermehrt mit zwei Kreisläufern agieren.

Die zweite Hälfte verlief anschließend ähnlich wie die erste. Die Schnelligkeit der Spieler litt allerdings inzwischen unter der Hitze in der Halle und so wurden auf beiden Seiten einige Zweikämpfe durch zu späte oder auch rustikale Aktionen unterbrochen. Kurzzeitig konnte die HSG ausgleichen, jedoch zog Brooklyn United das Tempo zur Mitte der ersten Hälfte deutlich an und konnte durch eine schnelle erste und zweite Welle erneut davonziehen. Zum Ende des Spiels fehlten den Gastgebern die Ideen und die Kraft, um sich erneut an den Spielstand heran kämpfen zu können. Somit plätscherten die letzten Spielminuten dahin und mit der Schlusssirene stand es 20:23 für den TV Bruck.

Als Außenseiter zeigte die HSG an diesem Tag eine gute Einstellung und Kampfbereitschaft, Trainer Watzinger schien zufrieden mit seinen Schützlingen. Man konnte deutlich sehen, wo noch Potential ist und wo Verbesserungsbedarf herrscht. Allein dafür kam den HSGlern dieses Pokalderby gerade Recht. Halblinks Marco Loncar fasste das Spiel wie folgt zusammen: “Bei 23 Gegentoren gegen eine letztjährige Drittligamannschaft ist die Abwehrarbeit auf jeden Fall gut gewesen. Vorne haben wir leider zu viel verworfen. Aber immerhin war das fast die gesamte Mannschaft von Bruck I. Zwar haben sie ohne Harz spielen müssen und hatten das Spiel nach der Halbzeit im Griff, aber ich denke, es war für den Stand unserer Vorbereitung eine absolut souveräne Leistung.“

In den kommenden Trainingseinheiten wird weiter an den Fehlern gearbeitet und die Athletik verbessert, ehe die Saison in knapp zwei Monaten beginnt. Wenn die Jungs weiterhin Bereitschaft und Motivation an den Tag legen, steht einer spannenden Saison nichts mehr im Wege.

Hückel, Käppner; Burkard, Erhardt (1), Hauer (1), Laubmann (3), Loncar (4), Rowold, Sackmann (1), Stübinger J. (2/2), Stübinger L. (3), Wilferth (5)

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