Herren I: HSG gelingt Auftaktsieg bei Aufsteiger

SV Obertraubling – HSG Erlangen/Niederlindach – 27:30 (10:12)

Obertraubling: In einem hart umkämpften Spiel gelingt es der HSG, die ersten zwei Punkte der Saison mit nach Hause zu bringen. Obertraubling sieht dabei zweimal die rote Karte.

Endlich war es soweit. Die Vorbereitung war für die HSG nach über drei Monaten endlich zu Ende. Die lang ersehnte Saison stand vor der Tür. Am ersten Spieltag der Spielzeit 2019/20 in der BOL Ostbayern mussten die Erlanger ins oberpfälzerische Obertraubling fahren. Headcoach Klaus Watzinger genießt noch seinen wohl verdienten Urlaub in Dänemark, so sprang Berater und Co-Trainer Matthias Dubiel ein. Personaltechnisch kann Dubiel einen breiten Kader präsentieren. Lediglich Rückraumshooter Loncar musste verletzungs- und krankheitsbedingt im ersten Spiel aussetzen.

Rechtsaußen Kevin Gumbert ging an diesem Tag seinen Trainertätigkeiten bei den Damenmannschaften nach. Derweil feierten die Neuzugänge Hannes Binder (TSV 1846 Nürnberg) und Anton Käppner (HC Erlangen) im Rückraum bzw. Tor ihr HSG-Debüt.

Dem SV Obertraubling gelang im letzten Jahr der Aufstieg in die Bezirksoberliga. Dementsprechend motiviert schätzte Trainer Dubiel die jungen Gegner aus dem Landkreis Regensburg ein, heizte seine Schützlinge in der Kabine an und verlangte, die Aufsteiger in ihrem ersten Heimspiel keineswegs zu unterschätzen.

Die ersten drei Minuten gehörten der HSG. Nach gut herausgespielten Wurfsituationen konnte Robin Schmieding zweimal glänzen und brachte seine Jungs mit 0:2 in Führung. Schnell merkte man jedoch, dass der SV sich nicht einschüchtern ließ. Die noch unsortiert wirkenden Abwehrreihen der HSG wurden mit einfachen Mitteln ausgespielt und so dauerte es nicht lange, bis der Ausgleichstreffer fiel. In dieser Phase der Partie verletzte sich SV-Spieler Meier unglücklich und schwer am Knie. Alle Beteiligten der HSG wünschen ihm gute Besserung! Der Angriff der HSG fand schlecht ins Spiel und war durch Einzelaktionen geprägt, die oftmals zu leichtsinnig aufs Tor des Heimkeepers Büttner geworfen wurden. Die Gäste zeigten nun eine der schlechtesten Phase der Partie, sodass Obertraubling erstmalig in der 15. Minute beim Stand von 5:4 mit einem Tor in Führung ging. Die folgende Auszeit von HSG-Trainer Dubiel zeigte ihre Wirkung. Zwar sollte bis zur 23. Minute das Spiel noch weiterhin ausgeglichen verlaufen, jedoch konnten die Erlanger dann eine Zweiminutenstrafe auf Seiten der Gastgeber  ausnutzen, sodass sich diesmal SV-Trainer Bielmeier gezwungen sah, eine Auszeit zu nehmen. Die kurz darauf gegebene rote Karte gegen die Gastgeber half der HSG dabei, erstmals mit drei Toren in Führung zu gehen. Die Oberpfälzer konnten aber kurz vor der Halbzeit durch einen Siebenmeter verkürzen; so gingen die beiden Mannschaften bei einem Stand von 10:12 in die Halbzeitpause.

In der Kabinenansprache bereitete Dubiel seine Jungs auf eine körperlich intensive zweite Halbzeit vor. Die größere Bank sollte der Schlüssel zum Erfolg sein. Der Trainer war mit der Abwehr größtenteils zufrieden, wollte jedoch eine verbesserte Absprache im Innenblock sehen.

Die HSG fand besser in die zweite Hälfte. Zwar funktionierten die Abwehrreihen in den ersten Minuten nicht wie gewünscht, jedoch konnte durch einen starken Keeper Hückel und durch eine schnelle zweite Welle ein 1:4-Lauf und somit eine fünf-Tore-Führung herausgespielt werden. Die darauffolgende zweite rote Karte gegen den SV brachte einen kurzen Dämpfer in das Spiel der Erlanger und die Oberpfälzer kamen bei einem Stand von 16:18 in der 40. Minute erneut auf zwei Zähler heran. Die Konsequenz war das zweite Timeout von Trainer Dubiel – sie zeigte rasch ihre Früchte. Ein erneuter 2:6-Lauf und ein starkes rechtes Angriffgespann aus Rückraumspieler Stübinger und Außenspieler Ferdinand Brunner konnte die HSG erstmals mit sieben Treffern in Führung bringen. Der Siegeswille war den Gästen nun deutlich anzumerken, sowohl auf der Bank als auch auf dem Feld zeigte das Team eine starke Moral. Leider folgte in den letzten zehn Minuten die schlechteste Phase der Partie. Der Angriff vergab gut herausgespielte Chancen zu fahrlässig und die Abwehr zeigte massive Abspracheprobleme im Innenblock. Somit schmolz die hart erkämpfte Führung in den letzten Minuten dahin. Der SV konnte der HSG jedoch nicht mehr gefährlich werden und so endete das Spiel zwischen dem SV Obertraubling und der HSG Erlangen/Niederlindach mit 27:30.

Die HSG kann nach dem ersten Spiel zwar die ersten beiden Punkte auf das eigene Konto gutschreiben, jedoch waren während des Spiels noch einige offene Baustellen sowohl im Angriff als auch in der Abwehr zu erkennen. Watzinger-Vertretung Dubiel fand nach dem Spiel folgende Worte: „Wir haben heute über 50 Minuten eine gute Abwehr gespielt. Im Angriff fanden wir nicht richtig ins Spiel, erst nach der Halbzeit haben wir vorne unsere Räume konsequenter genutzt. Über die letzten zehn Minuten des Spiels werden wir noch einmal reden müssen. Das Wichtigste ist, dass wir auswärts zwei Punkte geholt haben und sich keiner verletzt hat. An dieser Stelle noch die besten Genesungswünsche an Patrick Meier!“ In der kommenden Woche haben die Jungs der HSG spielfrei – ideal, um sich den Fehlern des Spiels zu widmen und diesen entgegenzuwirken, sodass dem ersten Heimspiel der noch jungen Saison nichts mehr im Wege steht. Am 12.10. empfängt die HSG den TV Altdorf, Anpfiff ist um 18:30 Uhr in der Seebachgrundhalle in Hannberg. Die Jungs benötigen jede Unterstützung!

Hückel, Käppner; Binder, Brunner (5), Erhardt (3), Gilg (2), Hauer, Laubmann (2), Sackmann (3), Schmieding (4), J. Stübinger, L. Stübinger (9/2), Wilferth (1), Willert (1)

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