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Herren I: „Ohne Spaß kein Spaß!“

HSG verteidigt Bezirkspokal in eigener Halle

Die HSG bezwingt die angereisten Teams aus Hersbruck und Eckental unter anderem ohne Maximilian Willert – nur um anschließend auf dessen Polterabend den Sieg des Bezirkspokals gebührend zu feiern.

In einer kurzen Trainingswoche stellte Trainer Watzinger seine Mannschaft auf einen heißen Samstag ein, die Jungs sollten sich auf die Stärken der vorherigen Saison besinnen. Außerdem formulierte er unmittelbar vor Turnierbeginn in den Kabinen der Heimmannschaft das Watzingersche Axiom, das besagt: „Ohne Spaß kein Spaß“.

Mit dieser neu erlangten Weisheit und viel Spielspaß erwischten die Mannen um Hückel & Co. im Halbfinale den besseren Start gegen den HC Hersbruck. Durch schnelle Tore gingen sie mit 3:0 in Führung, ehe in der fünften Spielminute die mitgereisten Fans aus Hersbruck das erste Tor bejubeln konnten. Nach anfänglicher Sicherheit verlor die HSG jedoch im Anschluss den Faden und dem Gegner wurden durch zu viele individuelle Fehler einfache Tore gewährt. Zudem ließ eine hohe Fehlerquote im Abschluss, die hastig abgeschlossenen Angriffen geschuldet war, die Gästemannschaft nicht unverdient auf ein 8:7 nach 20 Minuten herankommen. Klaus Watzinger forderte in der Halbzeitansprache beherzteres Anpacken in der Abwehr und war fest davon überzeugt, dass man dann davonziehen könnte. Die Schützlinge folgten seinem Appell prompt und starteten mit einem 5:0-Lauf in die zweite Halbzeit.
Hinten gelang das Zusammenspiel der Abwehr mit dem kürzlich genesenen Tormann Hutzler besser als in Halbzeit eins und auf der Angriffsseite erregte die Leistung eines Einzelnen mächtig Aufsehen: Kreisläufer Josef Stübinger brachte sich mit sechs Treffern hervorragend in die Mannschaft ein. Man munkelt, er hätte ein Trainingslager auf den Azoren absolviert – jedenfalls war es auch dieser Stübinger-Bruder, der zur Schlusssekunde einen Gegenstoß spektakulär im Fallen verwandeln konnte. Das Spiel endete so beim Spielstand von 23:14. Die Halle ließ ein Raunen und die blau-weißen Mitspieler einen Lobesgesang auf diese Leistung von „Miroslav Klosef“ folgen.

Im zweiten Halbfinale setzte sich die HG Eckental gegen die HG Hemau/Beratzhausen erst im 7m-Werfen durch, so standen beide Finalisten im Bezirkspokal 2019 fest. Erneut mussten also in der aufgeheizten Seebachgrundhalle alle Kräfte für ein zweites Heimspiel mobylisiert werden.

Die letzte Partie des Tages verlief zunächst ähnlich wie das Spiel gegen Hersbruck. Auf 4:1 konnte sich die HSG-Truppe absetzen, ehe sich Fehler in der Abwehr häuften. Zu langsame Beinarbeit und einfache Durchbrüche der Eckentaler ließen den ansonsten gut aufgelegten Torwart Hückel immer wieder hinter sich greifen. Ein 5:5 nach 13 gespielten Minuten ging zu diesem Zeitpunkt völlig in Ordnung.
Doch trotz der kurzen Vorbereitungsphase, der kurzen Spielpause und eines bis dahin nicht berauschenden Spielverlaufs sah man der HSG die gute Stimmung auf dem Feld weiterhin an. Die Mannschaft zeigte Kampfgeist und Lust am Spiel und konnte sich so zur Halbzeit auf 8:15 absetzen. In der zweiten Spielhälfte wurde der Vorsprung gehalten und die Führung durch eine ordentliche Schlussphase sogar auf sagenhafte 12 Tore ausgebaut. Den Schlusspunkt zum 30:18 setzte hier Tobias Wilferth, der bereits über den gesamten Tag bestens aufgelegt und mit 7 Toren allein im zweiten Spiel maßgeblich am Erfolg der HSG beteiligt war.

Bei der abschließenden Pokalübergabe erfreute sich die HSG an 150€ Preisgeld, womit in der heißen Vorbereitungsphase mit Sicherheit die ein oder andere kühle Erfrischung finanziert werden wird. Für ein durchaus faires Turnier möchte sich die HSG bei den angereisten Mannschaften, bei den Schiedsrichtern, freiwilligen Helfern und nicht zuletzt bei den eigenen Fans bedanken.

HC Hersbruck – HSG Erlangen/Niederlindach – 14:23

Hutzler, Hückel; Burkard, Dubiel, Erhardt (1), Gumbert, Laubmann (2), Loncar (3), Rowold (1), Rühl (2), J. Stübinger (6/3), L. Stübinger (3), Wilferth (5)

HG Eckental – HSG Erlangen/Niederlindach – 21:34

Hutzler, Hückel; Burkard, Dubiel, Erhardt (4), Gumbert (2), Laubmann (2), Loncar (4), Rowold (1), Rühl (4), Sackmann, J. Stübinger (2/1), L. Stübinger (8), Wilferth (7)

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