Die HSG Erlangen/Niederlindach gewinnt ihr Heimspiel gegen den HC Hersbruck dank einer eindrucksvollen Aufholjagd mit 26:24 (10:16). Nach einer schwachen ersten Halbzeit zeigte die Mannschaft große Moral, verteidigte mit enormem Einsatz und drehte die Partie mit einem geradezu perfekten Endspurt. Dadurch sichert sich das Team der Coaches Gumbert zwei enorm wichtige Punkte gegen den Mitaufsteiger in die BOL.

Der Start verlief zunächst ausgeglichen, doch nach wenigen Minuten verlor die HSG zunehmend die Kontrolle. Im Angriff häuften sich unnötige Fehler, und auch die Defensive war teils lückenhaft. Dadurch konnten die Hersbrucker auf drei bis vier Zähler nach rund 20 Minuten wegziehen. Gegen Ende der ersten Halbzeit verloren die Gastgeber die eigene Überzahl und kassierte mehrfach einfache Tore. Zur Pause lag die Mannschaft deutlich mit 10:16 zurück.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich jedoch ein anderes Bild. Die HSG kam mit deutlich mehr Energie aus der Kabine, verteidigte aggressiver und fand nun auch im Angriff immer bessere Lösungen. Trotz kurzfristigem Rückstand von sieben Toren und weiterer verpasster Chancen vom 7m-Punkt arbeitete sich das Team nun immer wieder Tor um Tor heran, etwa zum 13:17 in der 36. Minute. Zwar stand nach 40 Minuten erneut ein 7-Tore-Defizit, doch eine taktisch neuausgerichtete und kompaktere Abwehr zusammen mit einem strukturierteren Spielaufbau führten dazu, dass der HC Hersbruck zunehmend unter Druck geriet und seine zuvor klare Linie verlor. Zu keinem Zeitpunkt gaben sich die Hausherren geschlagen und verkürzten wiederholt den Rückstand von sechs oder sieben auf vier Tore, nicht zuletzt durch Knehr’s Treffer über Rechtsaußen. (44. Minute, 50. Minute) In der Schlussviertelstunde übernahm die HSG endgültig das Kommando, vor allem in Person von Torhüter Alex Kretz, der an diesem Spieltag mit einer überragenden Quote glänzte. Nach dem Zwischenstand von 17:22 (46. Minute) gelangen den Gästen gerade einmal zwei Tore. Noch mehr, in den letzten knapp neun Minuten der Partie gelang ihnen kein einziges, während sie mehrfach am Erlanger Keeper scheiterten. Angetrieben vom starken Rückhalt im Kasten kippte die Partie endgültig. Das merkten auch die Fans in der Seebachgrundhalle und sorgten zunehmend für Stimmung. Das Team spielte nun zielstrebiger nach vorne und zeigte im Positionsangriff wesentlich mehr Geduld. Mit großer Entschlossenheit und neugefundener Konsequenz im Abschluss gelang so ein 7:0 Lauf mit Toren von Burkhard, Kraus, Garkisch und Rohrßen. In den letzten Sekunden behielt die Mannschaft gegen die gegnerische Manndeckung die Nerven und setzte den entscheidenden Treffer zum 26:24 in der 60. Minute.

Am Ende stand ein verdienter Heimsieg, der vor allem durch eine beeindruckende Moral und eine herausragende Schlussviertelstunde ermöglicht wurde. Nach dem deutlichen Rückstand zur Pause bewies die HSG große Widerstandskraft und zeigte, dass sie in der Lage ist, auch schwierige Spiele zu drehen. Können diese Qualitäten von Beginn an auf die Platte gebracht und die Fehler aus der ersten Halbzeit künftig vermieden werden, darf man nun zurecht optimistisch nach vorne schauen und auf eine Verbesserung der Tabellensituation hoffen. Die nächste Chance auf Punkte hat die Mannschaft am kommenden Samstag um 18:30 Uhr auswärts in Eckental und am Sonntag den 30.11. um 18 Uhr wieder zuhause in der Seebachgrundhalle gegen den TSV Neutraubling.

 

HSG Erlangen/Niederlindach:  Knehr (6), Stößer (1/1), Gumbert, Buchheit (2), Flepsen (3), Burkhard (4), Garkisch (6), Rohrßen (2), Kraus (2), Käppner, Hauer, Kretz

HC Hersbruck: John, Thiel (2), Himml, Huning, Hedel (1), Fuchs (2), Fritsch, Kohl (1), Dannhäuser (8), Weider, Stilper (3), Gast (3), Rauh, Benaburger (4/3)

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