Herren I: HSG verliert auch gegen den Tabellenzweiten

HC Erlangen III – HSG Erlangen/Niederlindach – 26:21 (12:10)

HSG verliert auch gegen den Tabellenzweiten

Nach dem hart umkämpften Heimspiel gegen den ESV Regensburg erwartete die 1. Mannschaft der HSG der nächste schwierige Gegner. Diesmal musste man auswärts gegen die 3. Mannschaft der HC Erlangen ran. Erneut musste Klaus Watzinger seinen Kader umstellen, da Routinier Robin Schmieding arbeitsbedingt passen musste und Kreisläufer Josef Stübinger und Mittelmann Louis Hesse für die 2. Mannschaft geschont wurden. Außerdem fehlt weiterhin langzeitangeschlagener Tobias Wilferth. Dafür rückte Linkshänder Kevin Dyes aus der zweiten Mannschaft in den erweiterten Kader auf.

Im Hinspiel konnte die HSG lange Zeit mithalten, bis eine der altbekannten Schwächephasen von 10 Minuten das Spiel zu Gunsten der HC entschieden hat. Dies sollte diesmal vermieden werden, indem von Anfang an konzentriert in der Abwehr gearbeitet werden sollte und im Angriff geduldig bis zur Torchance gespielt werden sollte. Ebenso wollte Headcoach Watzinger eine bessere Rückwärtsbewegung als noch im Hinspiel sehen.

Die HC startete deutlich besser in die Partie. Die Abwehrreihen der HSG wurden zu oft auf dem falschen Fuß erwischt und sahen selbst im Angriff kein Land. Unvorbereitete Rückraumwürfe wurden von dem starken Innenblock der HC müde abgewehrt und Spielzüge wurden zu herzlos heruntergespielt ohne gefahrenbringende Lücken zu reißen. Somit stand es nach zehn Minuten 4:0 für die Gäste, ehe sich Klaus Watzinger gezwungen sah die erste Timeoutkarte der Partie zu legen. Nach klaren Worten vom Trainer funktionierte der Angriff nun besser. Es wurde deutlich besser in die Tiefe gearbeitet und geduldig weiter gespielt bis Lücken erspielt und verwertet werden konnten. Nach knapp 20 Minuten konnten sich die Gäste erneut an zwei Zähler herankämpfen, jedoch hielt dies nicht lange an. Durch ein zu schwaches Zweikampfverhalten in den eigenen Abwehrreihen konnten die HCler weiter ihre Führung ausbauen. Auch die Absprache zwischen Innenblock und Torhüter funktionierte nicht so wie gewollt. In den letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit konnte sich die HSG jedoch nochmal zusammenreißen und durch gute Anspiele über den Kreis wieder an den Spielstand herankämpfen. Somit konnten die Gäste bis zur Halbzeit auf ein 12:9 verkürzen.

Trotz einer eher schwachen ersten Halbzeit schien das Spiel noch nicht komplett abgeschrieben. Watzinger fordert von seinen Schützlingen mehr Mut im Angriff, eine deutlich bessere Rückwärtsbewegung und ein schnelleres Spiel über die erste und zweite Welle. Außerdem sollte sich die Körpersprache deutlich verbessern, wenn noch an einen Sieg geglaubt werden sollte.

Auch den Start in die zweite Halbzeit verschlief die HSG. Die Rückraumspieler um Willert, Stübinger & Co. rieben sich an der Abwehr der HC auf und durch ein oft angezeigtes Zeitspiel musste häufig unvorbereitet abgeschlossen werden. Somit setzte sich der Handballclub aus Erlangen weiter zum zwischenzeitlichen 14:10 ab. 

In einer hart umkämpften Partie flogen wortwörtlich die Fetzen.

Doch auch dies sollte nicht die Aufgabe der HSG bedeuten. Durch ein 1:3-Lauf innerhalb von fünf Minuten wurde das Spiel wieder spannend. Die nächsten zehn Minuten schien es eine offene Partie, bei der die Gäste einem andauernden ein bis zwei Tore Rückstand hinterherlaufen musste. Leider konnte durch fehlenden Kampf und Ehrgeiz an diesem Tag die Crunchtime nicht für sich gewonnen werden. Ab der 50. Minute funktionierte das Angriffsspiel der Niederlindacher so gut wie gar nicht mehr. Verzweifelte Einzelaktionen konnten nicht verwertet werden und in der Abwehr fehlte der letzte Biss. Somit setzten sich die Erlanger bis zum Ende der Partie auf fünf Tore mit 26:21 ab.

Dämpfer für die HSG: Eigentlich wollten die Jungs um Trainer Watzinger zeigen, dass sie durchaus mit den oberen Mannschaften der BOL mithalten können. Die Ergebnisse der letzten beiden Partien sprechen zwar was anderes, jedoch konnte man trotz einer phasenweisen schlechten Leistung immer im Spiel bleiben und verlor auch gegen den HC erst in den letzten zehn Minuten. Dies sollte die Jungs motivieren und zeigen, wie viel Potential in ihnen steckt. Klaus Watzinger fasste das Spiel wie folgt zusammen: „Das war zwar ein körperbetontes, jedoch trotzdem sehr faires Derby, woran nicht zuletzt die sehr gut leitenden Schiedsrichter aus Cham ihren Anteil hatten. Gegen die individuelle Übermacht der HCE-Mannschaft mit ihren Drittligaspielern und Routiniers hielten wie uns doch
recht gut, das Ergebnis geht in Ordnung.“


In der kommenden Woche wird weiter an der Chancenverwertung gearbeitet, die an diesem Tag bei 24 Fehlwürfen deutlich zu hoch lag. Das nächste Heimspiel am nächsten Samstag, den 16.02.2019 findet um 20:00 Uhr gegen den HC Weiden in der Sporthalle am Europakanal statt. Die HSG hat gegen die Oberpfälzer noch eine Rechnung offen, da die Weidener bislang nur gegen die HSG im Hinspiel punkten konnten. Die 1. Mannschaft der HSG benötigt an diesem Tag jede Unterstützung!

Hückel, Schindler; Ardiles, Brunner (1), Dyes, Erhardt (3), Gilg (2), Gumbert (3/1), Hauer, Laubmann (1), Sackmann (1), Stübinger (4), Willert (6)

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