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Herren I: HSG überzeugt durch schnelles Spiel

HSG Erlangen/Niederlindach – HC Sulzbach-Rosenberg II – 39:24 (22:10)

HSG überzeugt durch schnelles Spiel

Nach der enttäuschenden Auswärtsniederlage letzte Woche gegen Nabburg/Schwarzenfeld stand nun mit dem HC Sulzbach-Rosenberg II das nächste Heimspiel auf dem Plan. Die Oberpfälzer befinden sich derzeit auf einem Abstiegsplatz und dadurch in einer schwierigen Situation. Die Gäste standen vor dem Spiel unter Zugzwang, um nicht endgültig im Tabellenkeller stecken zu bleiben. Aber ebenfalls auf Seiten der HSG sprach man von einem „Zehnpunktespiel“. Zwei weitere Punkte gegen einen Gegner, der in der Tabelle unter den Erlangen steht, zu holen, sahen alle Beteiligten vor der Partie als Pflichtaufgabe, um sich weiter vom Tabellenkeller zu distanzieren. Trainer Anheuer musste jedoch mit einigen, personaltechnische Änderungen umgehen können. Rechtsaußen Stefan Rühl fiel krankheitsbedingt aus, dafür wurde Antonio Ardiles aus der zweiten Mannschaft nach oben gezogen. Abwehrspezialist Lars Boolzen befand sich nicht im Lande und Mittelmann Dennis Gilg musste weiterhin verletzungsbedingt passen. Außerdem durfte Torhüter Torben Schindler auf der Bank Platz nehmen. Trotz nur neun Feldspielern hieß es für alle Spieler das Tempo und das Umschaltspiel hoch zu halten, umso die Starke zweite Welle der HSG in Szene bringen zu können.

Das Geforderte konnte gleich zu Beginn umgesetzt werden. Die HSG startete vor Allem in der Abwehr stark in die Partie und konnte durch eine geschlossene Defensivleistung schnelle Tore durch Tempogegenstöße erzielen. Nach knapp zwölf Minuten und einem Stand von 7:3 sah sich Gästetrainer Ott gezwungen die Grüne Karte auf den Tisch zu legen. Doch die starke Abwehr der HSG machte die nächsten Angriffe der Oberpfälzer zunichte und wurde durch schnelle Tore in der Vorwärtsbewegung eiskalt bestraft. Erneut zeigte Robin Schmieding an diesem Tag seine Unersetzbarkeit indem er am Ende sensationelle 16 Tore beisteuern konnte.

Robin Schmieding bei einem seiner 16 Treffer

Man merkte den Jungs um Mittelmann Erhardt und Laubmann die Spielfreude sowohl in der Defensive als auch in der Offensive deutlich an. Die Mischung aus Körpersprache, Motivation und spielerischer Intelligenz bestand vor Allem in der ersten Halbzeit aus einer perfekten Dosierung. Die überragende Leistung der HSG fand am Ende der ersten Halbzeit ihren Höhepunkt, als die Gastgeber mit einem 6:0 Lauf innerhalb von acht Minuten bis zum Stand von 20:9 kurz vor der Pause ein weiteres Ausrufezeichen setzten. Die Mannschaften gingen mit einem 22:10 in die Pause.
Walter Anheuer lobte seine Schützlinge für die klasse Leistung, wollte aber das Spiel nicht verschludern indem auf die Bremse gedrückt wird. Das Tempo sollte weiterhin so hoch gehalten werden und in der Abwehr noch besser kommuniziert werden.

Die zweite Halbzeit endete so, wie die erste aufgehört hatte. Die Abwehr war hellwach und durch die starke zweite Welle konnte immer wieder eingenetzt werden. Der HC aus Sulzbach sah sich gezwungen die starken Lukas Stübinger und Maximilian Willert mannzudecken. Teilweise wurden sogar drei Spieler der HSG aus dem Spiel genommen. Dennoch gelang es den Mittelfranken immer wieder durch temporeiches Druckspiel eine Lücke in der Abwehr oder den freien Nebenmann zu finden. Allerdings litt die Abwehr ab Mitte der zweiten Halbzeit unter einem kleinen Einbruch, als nicht mehr ordentlich zugepackt wurde und den Oberpfälzern zu leichte Torchancen angeboten wurden. Dennoch hatte dies keinerlei Auswirkung auf das einseitige Spiel der HSG. In keinem Moment der Partie schien dieser Heimsieg in Gefahr und die Stimmung sowohl auf dem Feld, auf der Bank, als auch auf den Rängen hätte nicht besser sein können. In den letzten Minuten des Spiels schien die Konzentration nicht mehr so groß wie die Minuten davor, sonst hätte das Ergebnis noch höher ausfallen können. Dennoch zweifelt keiner der Beteiligten an einer überragenden Leistung der HSG. Das Spiel zwischen der HSG Erlangen/Niederlindach und dem HC Sulzbach-Rosenberg II endete 39:24.

Aufatmen bei der HSG. Alle Ziele, die sich Trainer Anheuer und seine Mannschaft an diesem Tag gesetzt haben wurden erfüllt. Man hat dem eigenen Konto nicht nur zwei wichtige Punkte hinzufügen können, sondern sogar durch eine klasse Teamleistung das Spielniveau erreichen können, dass lange vermisst wurde. „Es war eine Überzeugende Leistung mit sehr gutem Tempospiel. Das sollte uns für den Endspurt nochmals beflügeln.“ erklärt der strahlende Anheuer nach dem Spiel. Durch die ganze Bank zeigten alle Spieler an diesem Heimspieltag eine engagierte und couragierte Leistung. Unterstützt durch die erneute überragende Moral zwischen den Spielern stand diesem Heimerfolg nichts mehr im Wege. In der kommenden Woche heißt es nun den Rückenwind mitzunehmen, um die schwierige Aufgabe am Sonntag auswärts gegen den Tabellendritten aus Neutraubling meistern zu können.

Hückel, Schindler; Ardiles (2), Erhardt (4), Gumbert, Laubmann, Loncar (1), Sackmann (3), Schmieding (16/3), Stübinger (5), Willert (8)

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